Weiterreise von Senegal nach Gambia

6. 5. 2019

Neugierig machen auf mein Buch .... "Hinter den Kulissen tanzen die Geister"

         

        Bild: Monika Barro, auch als Postkarte erhältlich.

 

Eine halbe Stunde später landete die Maschine jedoch schon wieder, dieses Mal in Gambia. Die wenigen Menschen die sich noch an Bord befanden verliessen hier das Flugzeug. Auch ich nahm mein Handgepäck.

Der gut angezogene Mann, mit dem ich mich im Flugzeug unterhalten hatte, war mir weiterhin behilflich und liess mich, bis wir im Flughafengebäude angekommen waren, nicht mehr aus den Augen. Dort angekommen, gab er mir noch einige gute Ratschläge mit auf den Weg und meinte dann lachend; "now white lady, ist up to you." Er wünschte mir ganz viel Glück und Freude für meine Weiterreise und meinen Aufenthalt. Auch ich bedankte mich bei ihm und ging mit wildklopfendem Herzen weiter.

Ich war unglaublich aufgeregt und konnte es kaum fassen, mich wirklich in Afrika zu befinden. Ja, ich hatte tatsächlich afrikanischen Boden unter meinen Füssen. Hitze schlug mir entgegen, so dass ich erst einmal meine Jacke ausziehen musste, die ich die ganze Zeit im stark klimatisierten Flugzeug getragen hatte.

Am Flughafen in Gambia.

"Yundum", so hiess der Flughafen von Gambia, war klein und überschaubar. Mein Herz schlug immer wilder vor lauter Aufregung und ich hoffte inbrünstig dass es nicht zerspringen würde. Ein tiefes Glücksgefühl breitete sich in meinem ganzen Körper aus. JA! Ich war wirklich da, AFRIKA!

Irgendwie seltsam am Morgen, stand ich noch in der grauen und nasskalten Schweiz, und jetzt schwitze ich. Ich war begeistert und voller Freude, die Angst am falschen Ort an zu kommen, kam mir nun lächerlich vor. Die Abenteuerlust stieg wieder in mir auf und ich fühlte mich leicht und beschwingt.

In der Schalterhalle war es ruhig. Ausser den wenigen Passagieren die hier noch ausgestiegen waren und dem Ventilator an der Decke, der vor sich hin surrte, aber nicht wirklich kühle Luft spendete, war nicht gerade viel los. Gut für mich, so konnte ich den Flughafen umso schneller wieder verlassen. Also musste ich nur noch mein Gepäck abholen und durch die Pass- und Zollkontrolle kommen. Sofort machte ich mich auf den Weg zum Gepäckband und hatte meine Koffer schnell gesichtet. Ich griff nach dem ersten und noch bevor ich ihn richtig fassen konnte, tauchte plötzlich wie aus dem Nichts, ein ziemlich grosser Mensch neben mir auf und schnappte mir flink meinen Koffer vor meiner Nase vom Gepäckband weg.

"Das ist meiner", rief ich empört und schaute den Mann fassungslos an. Warum griff der nach meinem Koffer, kannte er seinen etwa nicht? Eigentlich wirkte er aber sympathisch, als er mich mit einem strahlenden Lachen und nickendem Kopf wohlwollend anschaute. Aber was sollte das jetzt?

"Madame, you, have an other one?" wollte er sogar noch wissen und ich nickte auch noch und zeigte ihm den andern.

Also, er hatte es tatsächlich auf meine Koffer abgesehen. Nur was er damit wollte, kapierte ich nicht ganz. Auch den Zweiten hievte er elegant vom Band und stellte beide auf einen der Gepäckwagen die hier überall herum standen. Ich stand immer noch völlig perplex da, während er mir seine Hand entgegenstreckte und sich auf Englisch als Abdoulaye vorstellte. Er hatte wirklich ein unwiderstehliches Lachen, das musste man ihm lassen. Doch als er merkte das ich zögerte und immer noch nicht so recht wusste was das Ganze sollte, entgegnete er sehr freundlich; "I will help you madame."

OK, dachte ich und fragte ihn, "wobei er mir denn helfen wolle?"

"Ich bringe sie zu einem guten Taxi und handle einen günstigen Preis aus", erklärte er wohlwollend, "denn um diese Zeit seien die Taxis hier sehr, sehr teuer", führ er weiter.

"Ich brauche gar kein Taxi", gab ich ihm freundlich zu verstehen. Jetzt war er erstaunt und fragte mich; "warum denn nicht, wohin ich denn gehen würde?"

Kurzangebunden, erklärte ich ihm, dass ich abgeholt werden würde. Ich wollte schon den Gepäckwagen nehmen und so schnell wie möglich, endlich alle Formalitäten hinter mich bringen und dann nichts wie raus aus dem stickigen Gebäude. Doch er wich nicht von meiner Seite und wollte wissen; "Aha, dein Ehemann wartet?" "Nein", sagte ich ganz erstaunt, "mein Tanzlehrer wartet draussen auf mich."

"No  problem madame", meinte er lächelnd  "your husband."

Ich kam gar nicht zum Antworten, schon fuhr er fort und fragte freundlich aber neugierig nach meinem Namen.

"Monika", kam es reflexartig aus meinem Mund. Aber was wollte er eigentlich von mir, er irritierte mich? Eigentlich bräuchte er auch meinen Namen nicht zu wissen. Gut, er hatte mir seinen ja auch genannt und ich wollte nicht unhöflich sein. Obwohl er sehr nett war, hatte ich doch keine Zeit und Lust auf weitere Fragen, ich wollte gehen. Das ich nicht auf meinen Ehemann warten würde und mein Gepäck auch selber nach draussen schieben könnte, wollte ich ihm aber noch sagen.

Erfreut dass er nun meinen Namen kannte, fuhr er aber auch gleich weiter mit Reden. Den Gepäckwagen immer noch festhaltend, erklärte er mir; "Monika, ich arbeite hier am Flughafen, es ist mein Job den Leuten beim Gepäck behilflich zu sein, and you are so a nice Person." 

Aha,so war das also. Ich fühlte mich erleichtert, nun, so sah die Sache natürlich ganz anders aus. Ich kannte das auch gar nicht und so einen freundlichen Gepäckshelfer hatte ich in der Tat noch nie gehabt. Mir hatte überhaupt noch nie jemand beim Gepäck verladen geholfen. Meine Anspannung liess fürs erste nach...

Denn ich befand mich noch immer im Flughafengebäude.... und es warteten noch einige Überraschungen auf mich.

Möchtest Du wissen wie es weiter geht? Du darfst dich freuen :-) Bald, bald gibt es meine Geschichte als Buch und als E-Book zu lesen...

Meine Bilder sind noch bis ende Monat Mai im scharfen Sultan zu bewundern oder Du kannst sie Dir gleich hier ansehen. 

Planst Du demnächst eine Reise oder einen längeren Aufenthalt nach Westafrika? Sehr gerne stehe ich Dir mit Rat und Tat bei diesem Abenteuer zur Verfügung. Aus meinen eigenen Erfahrungen weiss ich, das es Dinge und/oder Situationen gibt über die Du Bescheid wissen solltest. Ich freue mich über Deine Kontaktaufnahme.

Von Herzen wünsche ich Dir eine farbenfrohe Maiwoche!!!

Monika