Während der Reise ...

12. 11. 2019

... aus dem Buch "Hinter den Kulissen tanzen die Geister"

       

Es duftete nach leckerem Essen und stank gleichzeitig nach Pisse. Es wurde gekocht, gebetet, Frauen in schönen farbigen Kleidern mit Babys auf dem Rücken boten Früchte an, die sie graziös und anmutig, in kleineren oder grösseren Schalen auf ihrem Kopf transportierten.

Kinder verkauften verschieden selbstgemachte Jus, Bissap, Ingwersaft, Jus de Bouy (aus der Frucht des Baobabs hergestellt) und alles mit richtig viel Zucker gemischt. 

Aber es gab auch eisgekühlte Cola, Sprite, Fanta, Schweppes.

Händler mit den wunderschönsten Batiken boten ihre Ware feil. An den Ständen gab es leckeres Essen wie Reis mit Fisch oder Huhn, Couscous mit Fleisch und Gemüse, dazu verschiedene schmackhafte Saucen, aus Erdnusspaste oder Zwiebeln mit Zitrone. Ich bekam noch mehr Hunger und mir lief, trotz des Schmutzes überall, das Wasser im Mund zusammen.

Ich ging einfach daran vorbei. Immer schön in Richtung Toilette, das hatte jetzt Priorität. Wo die sich befanden, konnte ich bald riechen. Doch mir blieb, wenn ich nicht in die Hosen machen wollte, nichts anderes übrig, als mich diesem Gestank ohne Überlegung hinzugeben. Es war eine echte Zumutung und ich beeilte mich, denn ich hatte vor, dieses "charmante" Örtchen so schnell wie möglich wieder zu verlassen. Am besten ich nahm es mit einer kühnen Portion Abenteuergeist.

Danach kehrte ich mit Abdou zum Auto zurück. Der Mann fütterte gerade seine Ziege, gab ihr Wasser, und auch die Hühner wurden versorgt.

So, und jetzt wollte ich etwas essen. Abdou führte mich zu einer Marktbude, an der eine schöne, gutgekleidete Frau stand, in einer wohlriechenden Sauce rührte und eine Portion nach der anderen anrichtete. Sie hatte viel zu tun, es war Essenszeit, doch sie hatte genug helfende Hände, die sie unterstützten. Schnell hielt ich ein schmackhaftes Mafé auf einem Plastikteller in meinen Fingern. Abdou nahm das gleiche Menü, ich bezahlte beides und wir suchten einen schattigen Platz zum Essen. Einen Schattenplatz zu finden, der halbwegs sauber war, stellte sich als Herausforderung heraus. Ich wollte mich ans Ufer des Gambia Rivers setzen und mein Mahl in Ruhe einnehmen.

Der Platz, den wir fanden, war leicht schattig, doch eine grünschleimige, eklig riechende Brühe aus Wasser, Abfall und Essensresten waberte am Ufer herum.

"Ich kann da nicht bleiben, das geht nicht." Ich entschuldigte mich bei Abdou für mein Getue, doch das führte einfach zu weit. Ich wollte wenigstens mein Essen in einer mehr oder weniger sauberen Umgebung einnehmen ...

Fortsetzung folgt in meinem Buch ... "Hinter den Kulissen tanzen die Geister"

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In liebe Monika