Mein Buch

Hinter den Kulissen tanzen die Geister

        

Über Geld, Glaube und Magie auf Afrikanisch

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Nächste Lesung: Freitag, 28. Februar 19 Uhr

Hafencenter 50
Eingang B
Raum 307/ 2. OG
CH-8280 Kreuzlingen

Leseprobe

Am Gare Routière, dem Busbahnhof von Dakar, herrschte schon in diesen frühen Morgenstunden ein wildes Durcheinander. So kam es mir zumindest vor, als wir dort ankamen.
Gepäckstücke wurden ein- und aufgeladen, entweder im Kofferraum verstaut oder aufs Autodach gehievt. Es wimmelte von Menschen - Frauen mit ihren Babys auf dem Rücken und müde Kinder, die verschlafen am Rockzipfel ihrer Mütter hingen, jüngere Frauen, ältere Frauen, ältere Männer, jüngere Männer, eilige Geschäftsmänner, Händler und Händlerinnen mit ihren Waren. 
Doch etwas hatten sie gemeinsam: Sie waren schön angezogen, standen oder sassen anmutig auf Hockern und warteten geduldig auf einen Platz im Sept-Places oder Buschtaxi.
Ich staunte, dass so viele Menschen zu so früher Morgenstunde verreisen wollten. Wo müssen die wohl alle hin?
Offensichtlich hatte ich meine Frage laut ausgesprochen, denn Abdou antwortete: "Ich habe es dir doch gesagt. Der Morgen ist die angenehmste Zeit zum Reisen, bevor es im Laufe des Tages immer heisser wird. Warts nur ab.
Die Sept-Places und Buschtaxis sind begehrt und fahren in alle Richtungen von Senegal, wie Mbour, St. Louis, Tambakounda, Kaolack, sogar bis nach Gambia, Guinee Bissau und Guinee Conakry.
Was für mich wie ein heilloses Durcheinander aussah, schliesslich kam ich aus der "ordentlichen" Schweiz, war ein richtig gut durchorganisiertes System von Autos und Bussen, das ganz klar bestimmte, wo und in welchem Sektor ein- und ausgestiegen wurde.
Abdou kannte sich hier wirklich gut aus, auch unser Chauffeur wusste sofort, wohin er uns in dieser riesigen Bus- und Autostation fahren musste.
Jede Destination besass ihren eigenen Bereich, von dem aus es weiterging.

Abdou hatte im Handumdrehen zwei Tickets in einem Sept- Places nach Ziguinchor. Der Chauffeur des Autos war ein grosser, schlanker Senegalese mittleren Alters. Auch er schön gekleidet, mit einem dunkelblauen Boubou mit weissen Borden an den Säumen. Er sah wirklich sehr gut aus, überhaupt machte er einen guten Eindruck. Es beruhigte mich, einen seriösen Chauffeur zu haben, wenn ich mir so die Zustände der Autos ansah.
"Bonjour madame, ca va?"
"Bonjour, ja es geht gut", grüsste ich freundlich zurück.
Nach einigem Hin und Her mit meinen grossen Koffern beschlossen die Männer, sie aufs Dach zu hieven. Es befanden sich schon mehrere Gepäckstücke oben und ich sah interessiert zu, wie auch meine Siebensachen dort verstaut wurden.
Im Sept-Places gab es noch zwei freie Plätze und da die Autos erst losfuhren, wenn sie voll besetzt waren, blieb uns ein wenig Zeit für ein Frühstück. Ich freute mich, denn ich musste heute so früh los, dass ich nicht einmal mehr zum Kaffeetrinken gekommen war.
Abdou zeigte sich hilfreich und bot an, Kaffee zu organisieren. Ich gab ihm einige CFA mit und bevor er im Gewühl verwinden konnte, rief ich ihm nach ob er noch Sandwiches mitbringen könne.
Während Abdou sich ums Frühstück kümmerte, kam ich mit dem Chauffeur ein wenig ins Plaudern. In einem guten Französisch wollte er wissen, woher ich kam und was ich hier machte, und ob Abdou mein Ehemann sei. Ich verneinte beim Ehemann, verdrehte innerlich die Augen und musste grinsen. Schon die ganze Woche lang war ich x-mal nach meinem Mann gefragt worden und hatte auch gleich mehrere Heiratsanträge bekommen.
Ohne darauf zu reagieren, fuhr ich fort und sagte ihm, dass ich aus der Schweiz kam.
Warum ich denn in die Casamance reisen wolle, fragte er weiter, ich solle doch im Norden bleiben.
"Was soll ich denn im Norden?"
"Die Casamance ist gefährlich", flüsterte er mir zu.
"Ah ja?" Ich schaute ihn erstaunt und fragend an.
Stirnrunzelnd blickte er mich an. "Tu sais pas?"
"Nein was sollte ich denn wissen?" fragte ich neugierig.

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Was in Senegal nirgends fehlt, ist: Tschurai! Heimlich duftend und bringt Glück :-) 

        

Tschurai wird auf Kohle geräuchert, kann auch auf ein Sieb über eine Kerze gelegt werden und hinterlässt einen wundervollen Duft.

Und noch einfacher geht es wenn du einfach den Deckel vom Glas offen lässt, so bist du immer eingehüllt in den warmen, erdigen und ein wenig geheimnisvollen Duft von Tschurai. :-)

Ein begeistertes Tschurai Feedback: I love it. Ein Leben ohne - unvorstellbar. S

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