Lesung 23.September

6. 9. 2022

You are Welcome

                 

Trommeln der Nacht

11. 7. 2022

Aufbruch

       

Abrupt brach die Dunkelheit über uns hinein, als wir die Stadt immer weiter hinter uns ließen. Auch die Dörfer verschluckte die schwarze Nacht. Vereinzelt sah ich in der Ferne kleine Lagerfeuer leuchten. Es duftete nach gebratenem Fisch, und ich bekam Hunger. Mir wurde bewusst, dass ich schon länger nichts mehr gegessen hatte.
Bald jedoch verschwanden die Feuer und der Geruch nach Essen. Ein endloser, wie mit glitzernden Diamanten besetzter Sternenhimmel begleitete uns durch den nächtlichen Busch, auf holprigen Straßen, irgendwo im Nirgendwo.
Im Taxi war es still geworden, niemand sprach ein Wort. Nur mein Magen knurrte ein wenig. Aber auch das beruhigte sich mit der Zeit. Es gab so viele neue Eindrücke für mich, dass ich gar nicht mehr sprechen wollte, obwohl ich tausend Fragen hatte.
Nach einer gefühlten Ewigkeit fragte der Fahrer, ob er Musik machen solle.
„Ja“, antwortete Ousman, mein Begleiter, der mich am Flughafen abgeholt hatte.
Und so machte sich unser Chauffeur, während er weiterfuhr, am Radio zu schaffen. Leider schien dieses aus irgendeinem Grund nicht funktionieren zu wollen. Also versuchte er es mit einer Kassette, doch auch die ging nicht, und die nächste ebenfalls nicht und die übernächste ebenso wenig.
Aufgeregt schnalzte er immer wieder mit der Zunge, probierte aber seelenruhig weiter, eine Kassette nach der anderen. Ich staunte über seine Beharrlichkeit, wo es doch offensichtlich war, dass das Radio samt Kassettendeck kaputt war. Jeder im Auto schien das zu wissen, außer dem Chauffeur, und unter den Männern entbrannte eine heftige Diskussion. Sie gestikulierten wild und ständig schnalzte einer mit der Zunge. Ich verstand kein einziges Wort, auch war mir nicht ganz klar, ob sie miteinander stritten und wirklich wütend waren oder nicht. Denn so plötzlich wie die Diskussion entstanden war, so schnell beruhigte sich die Lage und die Reise ging weiter. Ohne Musik.
Schweigend genoss ich die Fahrt.
Im Scheinwerferlicht verwandelten sich die Bäume im Schatten des Dschungels in uralte Fabelwesen wie aus einer sagenumwobenen Zeit, geheimnisvoll und unheimlich. Nur das monotone Brummen des Motors war zu hören, bis von irgendwoher rhythmische Klänge die Stille der Nacht durchbrachen. Ein angenehmer Schauer lief mir über den Rücken und es kribbelte in meinen Beinen. Je länger wir unterwegs waren, desto mehr entfernte sich der geheimnisvoll pulsierende Rhythmus der Trommeln. So fuhren wir durch den einsamen und rätselhaften Busch. Mir wurde leicht mulmig. Was, wenn so ein Fabelwesen auf einmal lebendig wurde?
Doch dazu kam es nicht. Der Taxifahrer unterbrach die Stille. Er erklärte, dass wir nun an der Grenze angekommen seien und hier aussteigen müssten.

Trommeln der Nacht. Jetzt als e-book erhältlich! ISBN:9783756234172

Der kleine Bach

20. 6. 2022

Eine Geschichte über Veränderungen und Entscheidungen :-) 

        

Es war einmal ein kleiner Bach, der kam an den Rand einer grossen Wüste. Dort hörte er eine Stimme: "Los, geh ruhig weiter."

Aber der Bach fürchtete sich vor dem Neuen und Unbekannten. Er hatte Angst vor der Veränderung. Er wollte zwar mehr Wasser haben und ein schöneres Leben führen, aber er wollte sich nicht verändern und kein Risiko eingehen. 

Doch die Stimme sprach erneut: "Wenn du den Schritt nicht wagst, dann wirst du nie erfahren, wozu du in der Lage bist. Vertraue einfach darauf, dass du auch in einer neuen Umgebung zurechtkommst. Fliesse ruhig weiter."

Da entschloss sich der Bach weiterzugehen. Doch es war ihm nicht sehr wohl dabei. In der Wüste wurde es immer heisser und schliesslich verdunstete der Bach. Die aufgestiegenen kleinen Tröpfchen sammelten sich oben in der Luft. Dort bildeten sie Wolken, die über die Wüste zogen. Die Wolken reisten viele Tage, bis sie hinter der Wüste zum Meer kamen. Dort regneten sie sich leer.

Das Bächlein führte nun ein viel schöneres Leben, als es sich jemals zu träumen gewagt hatte. Während es sich sanft von einer Welle tragen lies, überlegte es lächelnd: "Ich habe mehrmals meine Daseinsform verändert - und doch bin ich jetzt mehr ich selbst als je zuvor."

Entscheidungen zu treffen fällt uns Menschen oft schwer, besonders dann, wenn wir Risiken eingehen müssen. Dazu kommt die Angst vor Veränderung. Doch frage kritisch und ehrlich: Was du wirklich vom Leben möchtest. "Willst du dort bleiben wie und wo du bist oder willst du wachsen? 

Wachstum findet immer ausserhalb des Gewohnten statt. Aber die Furcht vor einer falschen Entscheidung ist gross. Angst das sichere Terrain zu verlassen und in etwas Unbekanntes einzutauchen. Aber genau dort liegen die Chancen und Möglichkeiten für Wachstum bereit. 

Natürlich ist das nicht immer bequem, aber ein aufregendes Leben ist selten bequem. Du hast die Wahl. Treffe sie. Egal an welchem Punkt im Leben du stehst du wirst wieder an solche Punkte kommen und der Schmerz wird immer grösser wenn du nicht bereit für eine Veränderung bist - Leben ist Wachstum, Immer!

Mache es wie der Bach, fliesse geschmeidig weiter :-)

Wenn du gerne Unterstützung hast im Fluss deines Lebens melde dich bei mir. Ich freue mich dich kennenzulernen. 

Herzlichst Monika

Honey Money oder das liebe Geld

7. 6. 2022

Afrika - mein Leben zwischen Faszination und Dauerdrama 

             

Allem voran die lieben Finanzen - ständige Geldsorgen zogen sich wie ein roter Faden durch mein Leben in Senegal. Was ich auch tat, ich war ständig am Limit. Ich fand einfach keine halbwegs elegante Lösung zur Beseitigung dieses Problems, welche ALLEN dienlich gewesen wäre.  
Ich befand mich in der lästigen Rolle der Geldgeberin, was immer weiter Dramen erschuf.

Hinter den Kulissen tanzen die Geister (Buch)

Es gab Momente, da getraute ich mich fast nicht mehr aus dem Haus, ohne Angst sofort wieder nach Geld gefragt zu werden. Auch als ich schon längst wieder in der Schweiz lebte, blieben diesbezügliche Geldanfragen per Telefon nicht aus - die Leute dachten wohl, dass ich nun direkt an der Quelle leben würde. ;-)

Ja es ist und war ein aufreibendes Thema. Was sollte ich machen?

Wir tendieren ja gerne dazu, uns oder andere als Opfer von Situationen, Umständen oder Menschen zu machen oder zu sehen. Bei mir dauerte es lange um mich aus all diesen Verstrickungen und Opferrollen herauszulösen. Aber mir war klar das es so nicht weiter gehen konnte - es MUSS andere Möglichkeiten geben!! 

Mein Traum, meine Vision ist und war es schon immer etwas zu tun und zu haben, wo ich von überall auf der Welt arbeiten und Geld verdienen kann.

Gibt es so etwas überhaupt?

Ja, das gibt es tatsächlich. Ja, es hat ein Weilchen gedauert bis ich es gefunden hatte und ich wäre froh gewesen hätte ich diese Möglichkeit schon früher gehabt. Aber lieber spät als gar nie, denn ich habe mir geschworen das Thema Geld zu rocken, koste es was es wolle. Dieses ständige ab- und ausgebrannt sein, ist einfach unsexy und zermürbend. Ich möchte in Fülle, Leichtigkeit und Freude leben. 

Ich habe nach Möglichkeiten gefragt und das Leben hat mir geantwortet.

Nimm das Thema Geld erst, bilde dich in Sachen Finanzen unbedingt weiter! Das Finanzwesen verändert sich gerade gewaltig und hält immense Chance für uns bereit, welche du von überall auf der Welt nutzen kannst. Du musst sie nur ergreifen!

Egal ob du am Reisen bist oder Bücher schreibst, was auch immer du tust - je entspannter du mit Geld bist, desto leichter wird dein Leben sein.

Wenn du mehr über grossartige, finanzielle Möglichkeiten wissen möchtest - melde dich sehr gerne bei mir für ein kostenfreies Gespräch.

Es lohnt sich!! 

Hab eine unbeschwerte Woche und geniesse die warmen Sommertage

Von Herzen Monika

Trommeln der Nacht

19. 5. 2022

Eine Geschichte aus meinem kommenden Buch "Trommeln der Nacht"

         

Ausgeknockt

Gegen Abend machten sich Schmerzen bemerkbar. Wenn hier nichts pünktlich ist, diese Schmerzen waren es. Gegen siebzehn Uhr trafen sie mich mit voller Wucht. Wie Pfeile attackierten sie meinen ganzen Körper, begleitet von heftigem Schüttelfrost. Obwohl es heiss war, fror ich.

Ich sass gerade an der Buchhaltung, um ausstehende Zahlungen einzutragen. Es fiel mir schwer mich zu konzentrieren. Ich fühlte mich benommen und alles drehte sich. Ich sollte mich hinlegen. Ich erhob mich um in mein Zimmer zu gehen, torkelte mehr, als ich ging und fiel mitsamt den Kleidern aufs Bett. Kraftlos kroch ich den Schlafsack. Trotz der Kleidung und dem Schlafsack fror ich. Ich wünschte mir eine Wärmeflasche, doch wo sollte ich die in Afrika hernehmen? Schwerfällig stand ich auf, um mich wärmer anzuziehen, was jedoch nichts an meinem Zustand änderte, und ich schlotterte auch mit Pullover und Jacke weiter. Alles fühlte sich kalt an. Irgendwann verlor ich das Zeitgefühl.

Es klopfte an die Tür. Ich war unfähig, den Besucher hereinzubitten, zu schwach um zu reden. Es klopfte ein weiteres Mal, und als ich nicht antwortete, ging die Tür auf und Fatou, unsere Köchin trat ein.

"Komm das Essen ist bereit."
Ich hatte keinen Hunger und aufstehen konnte ich auch nicht.
"Ich bleibe hier", murmelte ich. "Ich bin müde und will schlafen."
"Nein, du musst aufstehen und etwas essen." Ihre Stimme klang bestimmt.
"Ich fühle mich nicht gut"
"Lan la?", war ihre Frage auf Wolof.
"Nichts ist los, ich bin einfach müde."
Ein wenig ratlos stand sie da, als ich mich nicht erhob.
"Monika was ist los?", fragte sie erneut, und ich hörte Besorgnis. Das wollte ich aber nicht und entgegnete: "Dara." Nichts. 
"Ich will jetzt schlafen." Ich bat sie mir eine Decke zu bringen.
Sie nickte und sagte dann: "Ich hole dir etwas zu essen."
"Wasser, nur etwas zu trinken." Mehr wollte ich wirklich nicht. Sie ging und kam bald darauf mit einer Flasche Wasser und einem Teller voll mit Reis und Fisch zurück. Ich bedankte mich. Leider wurde mir beim Anblick des Essens schlecht.
"Nimm es wieder mit", bat ich sie.
"Nein, du musst essen." Sie stellte den Teller auf den Tisch und verliess den Raum mit den Worten: "Später, du kannst es später essen, ich hole dir jetzt noch eine Decke.

Nachdem sie weg war, erhob ich meinen schmerzenden Körper aus dem Bett, nahm den Teller und schleppte mich nach draussen, stellte ihn vor die Tür und kroch sofort zurück ins Bett. Ich ertrug den Geruch nicht.

Natürlich sah Fatou den Teller vor der Tür, als sie mit der Decke zurückkam und hielt mir eine Standpauke darüber, wie wichtig es sei, zu essen. Ich hörte ihr gar nicht zu, sondern schickte sie raus. Ich brauchte keine Moralpredigt, lieber etwas gegen die Schmerzen.

Vorankündigung:

Am Samstag den 24. September lese ich aus meinen Büchern "Hinter den Kulissen tanzen die Geister" und "Trommeln der Nacht" in Zürich PBZ Hardau 

Habe einen schönen Tag und geniesse die wärmenden Sommertage

Herzlichst

Monika

Feedback

7. 3. 2022

         

Dein Buch

Hoi Monika

Ich habe "Hinter den Kulissen tanzen die Geister" quasi in einem Zug durchgelesen und bin fasziniert. Dein Schreibstil zieht mich nach Senegal, in die Hitze, deren Gerüche und in diese komplett andere Welt, welche mir völlig fremd war. 

Vom Wagnis zur Erkenntnis, vom Suchen und Finden, vom Tanzen zur Verbundenheit der Erde ... dieses spürbar Ur, einfach, fremd, faszinierend, überwältigend zugleich

Dein Mut deinen Weg zu gehen, offen zu bleiben und die Liebe gewähren zu lassen, ist immer richtig. Egal wie es dann raus kommt ...

Ich danke dir sehr für diesen gelungen Einblick und ich freue mich auf deinen weiteren Weg in deinem nächsten Buch

M. L

... und ich bedanke mich für dieses wundervolle Feedback, es berührt mich sehr, wenn ich das lese!! Und es gibt mir Ansporn weiterzuschreiben ...

Eine kleine Info zum nächsten Buch "Trommeln der Nacht" 

Es ist fertig geschrieben und im Lektorat. Es steht ihm also nichts mehr im Weg - ich denke im April sollte es soweit sein :-)

Herzlichst Monika

Hinter den Kulissen tanzen die Geister

2. 2. 2022

Andere Länder - andere Sitten

        

Andere Lebensgewohnheiten, Sprachen, Religionen.

Wie gehst du mit Menschen aus einem anderen Kulturkreis um?

Wie begegnest du ihnen?

In ein fremdes Land zu reisen ist aufregend, geheimnisvoll und steckt voller Überraschungen. Ja, es ist immer spannend etwas neues kennenzulernen. Sich jedoch auch zurecht zu finden, kann sehr herausfordernd sein. Je nachdem wohin die Reise führt und welche Erwartungen man hat. 

Wenn du so verrückt bist, wie ich es war ;-) und auch in einem fremden Land oder gar auf einem anderen Kontinent leben willst, dann gratuliere ich dir zu deinem Mut :-)!!

Ich habe in Senegal/ Westafrika gelebt, diese Zeit hat mich in jeder Hinsicht geprägt, begeistert und wirklich aufs tiefste herausgefordert. 

Aber der Ort verzauberte mich vom ersten Augenblick an. Er erinnerte mich an eine fantasievolle Filmkulisse und ich konnte diesem Zauber nicht widerstehen und konnte mich dem nicht mehr entziehen. Ich musste dorthin. Als Künstlerin erlebte ich Höhenflüge, doch was Beziehungen und Partnerschaft anbelangte, glich es einem Hochseilakt. 

Natürlich kam es wie es kam ...

... und irgendwann kam auch der Moment, wo zu viel nicht mehr passte. Manches, was mich so lange angezogen und fasziniert hatte, verlor seinen Glanz und seinen Zauber. Zu viele Klischees bewahrheiteten sich - leider. 

Wie alles begann und warum ich wieder in der Schweiz lebe, habe ich in meinem Buch "Hinter den Kulissen tanzen die Geister" beschrieben. 

Mein nächstes Buch "Trommeln der Nacht" ist nun im finalen Lektorat und demnächst erhältlich.

In meinen Büchern erzähle ich von meinen Erlebnissen und Erfahrungen, welche teilweise wirklich schmerzhaft waren. Nichts desto trotz, gibt es auch einiges zu Lachen und zu Schmunzeln.

Du findest hier auch Unterstützung bei Fragen zum Auswandern, leben in einer anderen Kultur und/oder Partnerschaft, Heirat mit einem Mann einer anderen Glaubensrichtung und vieles mehr ...

Zum Beispiel Tschurai, wundervoll sinnlicherdende Düfte, die dich durch deinen Alltag begleiten und dich an die Magie Afrikas erinnern möchten. Bei Interesse melde dich gerne über das Kontaktformular bei mir. Ich beziehe die Düfte frisch aus Senegal.

Von Herzen wärmende Grüsse

Monika

Happy 2022

3. 1. 2022

Gedanken

Ein neues Jahr hat begonnen 

Ein verrückendes Jahr ist gegangen

Viele Menschen hoffen auf bessere Zeiten

Werden sie kommen?

        

Während den Raunächten ist bei mir immer wieder ein Wort aufgetaucht - WAHL

Ich mochte das Wort sofort, es passt gut in diese verrückten Zeiten, denn eine Wahl öffnet neue Räume, bietet Möglichkeiten und gibt Weite dort wo es Eng ist.

Ja, ich kann wählen, immer, egal wie sich die Dinge zeigen und eine Situation ist.

Das war nicht immer so ...

Wenn ich auf mein Leben zurückblicke, würde das Wort wahrscheinlich eher Drama lauten.

Natürlich hatte ich viele schöne, spannende, wundervolle und vor allem sehr abenteuerliche Zeiten. Doch ich hatte das Flair auch die beglückendsten Momente in ein Drama zu verwandeln. Ziemlich anstrengend, das kannst du mir glauben.

Das Dumme daran ist nämlich, in einer Energie von Drama drehen sich die Dinge irgendwann nur noch im Kreis und nichts verändert sich längerfristig zum Besseren.

So richtig klar und bewusste wurde mir dies alles aber erst in den letzten paar Monaten. Ich hatte mich so an diesen Zustand gewöhnt. Drama gehörte zu meinem Leben.

Wenn du mein Buch "Hinter den Kulissen tanzen die Geister" gelesen hast, weisst du von was ich rede.

Jedoch lernte ich einiges aus diesen Herausforderungen und Erfahrungen, was mir in den vergangenen Monaten in diesen ganzen oft verwirrenden C- ups and downs - Zeiten, wirklich oft Halt und eine gewisse Gelassenheit gab, bei mir zu bleiben und mich nicht all zu fest beirren zu lassen. 

Und so wie es aussieht wird uns diese Situation sicher noch eine Zeitlang beschäftigt halten.

Die Frage ist, wie gehst du damit um und was machst du daraus?

Du hast die Wahl ... !

Hast du Lust aus dem Drama auszusteigen?

Hast du Lust auf ein Selbstbestimmtes Leben?

Wenn du bessere Zeiten willst, verändere dich!

Mach dir klar, was du wirklich willst in deinem Leben und dann wähle! Das ist einfacher gesagt als getan, ich weiss 

Wenn du Fragen hast, schreibe mir

Ich wünsche dir ein wunder-volles neues Jahr

liebevolle Begegnungen

spannende Projekte

gute Gesundheit

... und viele vielversprechende, tiefgreifende Wahlen, wenn du das willst

Wenn du Unterstützung möchtest, schreibe mir ein Mail, ich bin gerne für dich da!

von Herzen 

Monika

Bei der Töpferin

7. 12. 2021

Diarra

Eine gekürzte Geschichte aus meinem kommenden Buch "Trommeln der Nacht"

          

Im Nachbarsdorf lebte eine Töpferin, die ich unbedingt kennenlernen wollte. Ich war neugierig zu erfahren wie sie arbeitete. Aus diesem Grund machte ich mich eines Tages auf den Weg zu ihr, mit der Absicht meine Töpferkenntnisse aufzufrischen und zu vertiefen. Schnell fand ich heraus wo sie wohnte und obwohl ich der Wegbeschreibung folgte, hatte ich Mühe ihr Anwesen zu finden. Es lag einige Kilometer ausserhalb des Dorfes, eingebettet zwischen Bananenstauden, Mangobäumen, Zitronen-, Orangen - und Mandarinenplantagen. Es war heiss und der Weg sandig und staubig. Ziemlich verschwitzt und desorientiert stand ich irgendwann an dieser Abzweigung und wusste nicht mehr weiter. Sollte ich vielleicht lieber wieder zurück? Obwohl ich überhaupt keine Ahnung hatte ob ich den Weg nach Hause je wieder finden würde. Ich hatte mich hoffnungslos verlaufen. 

Ich lehnte mein Fahrrad an einen Termitenhügel und holte die Wasserflasche, welche ich wohlweislich eingepackt hatte aus meiner Tasche. Durstig trank ich den warmgewordenen Inhalt. Und jetzt? Irgendwie sah alles um mich herum gleich aus. Ich wusste das ich an einer Kreuzung abbiegen musste, doch diese hier war schon die Zweite. Ob ich an der Ersten falsch abgebogen war? Eigentlich nicht, ich folgte genau den Anweisungen. Hmmm. Von weitem sah ich ein Mädchen in Schuluniform. Erleichtert winkte ich ihr zu und rief: "Kay fi", was soviel hiess wie komm her. 
Sie marschierte auf mich zu und ich fragte sie nach dem Weg zu Diarra.
"C`est ma mère", lächelte sie mich an. 
Das Mädchen war auf dem Weg zur Schule, dennoch begleitete sie mich bis zu ihrem Wohnort. Es war Gott sei Dank nicht mehr sehr weit, trotzdem traf ich schweisstriefend bei Diarra ein. Als Dank für ihre Hilfe schenkte ich dem Mädchen einen Bleistift und eine Gummi. Sie freute sich und eilte damit beglückt in die Schule. 

Diarra war schon bei der Arbeit. Sie freute sich mich kennenzulernen. Ihr Wirkungsbereich war ein charmantes, mittelgrosses mit Bambusmatten eingezäuntes Openair-Atelier, welches von einem riesigen Cashewbaum überdeckt wurde und wohltuenden Schatten spendete. Sie bat mich darin Platz zu nehmen und schickte eines der Kinder, die um sie herumsassen mir frisches Wasser zu holen. Im Hof und im Atelier gackerte eine Schar Hühner und einige Truthähne umher, die im sandigen Boden nach Nahrung suchten. 

Ein kleiner Junge kam zurück mit einem Tonbecher kühlem Wasser, das ich in einem Zug leer trank. 
"Encore?", fragte er. Ich verneinte, gab ihm jedoch die meine Trinkflasche mit dem warmen Wasser drin und bat ihn mir diese frisch aufzufüllen. Mit der Flasche in der Hand sprang er wieder davon. 
Diarra fragte mich in einem guten Französisch: "Weisst du wie es geht?"
Mais biensur." Ich erzählte ihr, dass ich in der Schweiz viel töpfere und auch schon Ausstellungen damit hatte. 
"Ah bon, ce très bien", lachte sie und drückte mir gleich einen Klumpen Lehm in die Hände. 

Ich lernte viel von ihr. Während ich mich abmühte mit einer für mich total neuen Töpfertechnik, verwandelten ihre geschickten Hände den Ton in Leichtigkeit zu Schüsseln, Töpfen, Krügen, Teller, Duftlampen und Figuren jeglicher Art. Es faszinierte mich ihr zuzusehen.

Jeden Tag kam etwas Neues auf mich zu. Sie war nicht nur eine grossartige Töpferin, sondern gleichzeitig auch eine sehr weise Medizinfrau. So erfuhr ich während wir töpferten viel über Wurzeln, Blätter, Bäume und deren Früchte, Rinden, Harze und dessen Zubereitung. Bei welchen Krankheiten und Beschwerden was genommen werden konnte. Ich lernte einige Schönheitsrituale auf welche die Senegalesinnen grossen Wert legen ;-), viel über Räucherungen und noch vieles mehr. Sie hatte ein immenses Wissen. Am liebsten wäre ich täglich bei ihr gewesen. Doch der Weg war weit hin und zurück und zuhause gab es auch immer noch etwas zu tun. So entschied ich mich zwei, dreimal die Woche bei ihr zu sein ...

Ich hoffe die Geschichte hat dir gefallen :-) Es gibt noch mehr davon und bald kommt das Buch, wo alles viel ausführlicher beschreiben ist.

Und nun, geniess die Adventszeit und lass es dir gut gehen! 

Mein Weihnachtsritual: Täglich mindestens eine (oder mehrere) Kerzen anzünden, feine Düfte im Haus verbreiten, regt die Sinne an (ich nehme feines Tschurai dafür), gönne dir hin und wieder eine wohltuende Massage oder ein Bad und geh auch mal hinaus in die kraftvolle Natur!

Wenn du mehr über die Düfte wissen möchtest, Fragen zu Senegal hast oder mein Buch bestellen willst, kontaktiere mich gerne über das Kontaktformular

Hab eine zaubervolle Zeit

von Herzen Monika

Trommeln der Nacht

1. 12. 2021

Morgen Donnerstag den 2. Dezember bin ich von Karin Mayerhofer ins Radio-Studio Lora, in Zürich eingeladen worden. Ich darf aus meinem Buch "Hinter den Kulissen tanzen die Geister" und aus meinem kommenden zweiten Buch "Trommeln der Nacht" lesen.  

Die Sendung wird am Montag den 27. Dezember 2021 auf www.lora.ch ausgestrahlt.

Montag ist Frauentag und ich darf auch die Musik aussuchen. Ich bin voller Vorfreude und auch ein wenig aufgeregt ... 

Hier geht es zu einer kurzen Geschichte aus dem nächsten  "Buch Trommeln der Nacht"

Grande finale

        

Am Abend war der Abschluss des Festivals, wo gefeiert und getanzt wurde. Das wollte sich natürlich niemand von uns entgehen lassen und das es spät werden könnte war nicht auszuschliessen. 

Musste ich da wirklich hin?

Nach dem Essen ging es mir ein wenig besser, nur das Duschen war unangenehm. Das Wasser fühlte sich eisig und hart an auf meiner Haut und ich fror. Natürlich, es war auch schon Abend und viel Sonne hatte es heute wirklich nicht gegeben. Das konnte es sein, tröstete ich mich und hakte es als eine kleine Schlechtwetter Depression ab. Winter in Afrika. Es war Januar und die Abende waren kühl. Ich musste lachen, Winter in Senegal. Das war ja Nichts im Vergleich zum Winter in der Schweiz. 

Behutsam zog ich mich an, mein Körper schmerzte bei den Berührungen der Kleider. Ich ignorierte es und konzentrierte mich stattdessen auf einen stimmungsvollen gemeinsamen Abend, den wir haben würden. Dieser Gedanke erhellte meinen angeschlagenen Gemütszustand.
Doch welche Überraschung. Da hiess es: Ausverkauft! Ausverkauft? Tatsächlich, alle Billette für diesen Abend waren weg ...

Da standen wir nun und hatten den langen Weg vergeblich gemacht. Die Enttäuschung war gross. Nur bei mir nicht. Insgeheim war ich erleichtert. Genaugenommen hatte ich nämlich gar keine Lust im Getümmel all dieser fröhlich feiernden Menschen zu stehen und auf laute Musik hatte ich erst recht keinen Bock. Ich fühlte mich dünnhäutig und abgekämpft. Wäre ich doch gleich im Bett geblieben.
Wir standen noch eine Weile rum, quatschten mit denen die auch kein Ticket mehr bekommen hatten. Ein Joint machte die Runde während wir den Trommeln lauschten die nicht zu überhören waren.
"Dann können wir ja jetzt wieder zurück", verkündete ich entschlossen.
"Warum?", alle schauten mich erstaunt an.
" Was sollen wir hier noch, ich habe keine Lust herumzustehen. 
Am nächsten Tag war ein Ausflug durch die Mangroven zu die Vogelinseln geplant und wir mussten alle früh aufstehen. Also entschieden wir, uns auf den Rückweg zu begeben.

Aber - auf dem Heimweg befand sich diese lauschige Dschungelbar nicht weit vom Meer entfernt, die uns wie magisch zu einem Schlummertrunk lockte. Musste das sein? 
Da die meisten am Konzert waren und wir die einzigen Gäste zu sein schienen, kehrten wir ein. Es war erholsam ruhig hier. Wir sassen im Garten unter diesem einzigartig verzaubernden Sternenhimmel den es nur in Afrika gibt. Lauschten von Ferne den Klängen aus dem Dorf. Die Grillen zirpten einladend. Was für ein reizvoller Abend, sogar das Meer hörte man flüstern. 

Trotz Müdigkeit genoss ich den berauschenden Abend und flirtete mit Jali. Schon seit dem ersten Abend spürte ich eine starke gegenseitige Anziehung. Da ich aber auch wusste, was das zu bedeuten hatte, ich war ja verheiratet und die meisten der hier Anwesenden kannten Malick. Obwohl von der Ehe nicht viel übrig geblieben war. So nahm ich mir das Recht heraus zu flirten ohne mir weiter den Kopf zu zerbrechen und wie erwartete wurde es spät und später. Hier früh schlafen zu gehen, war wirklich eine Herausforderung. Es wurde einfach jedes Mal gemütlich.  
Irgendwann brachen wir aber dann doch auf ...