Hinter den Kulissen tanzen die Geister

8. 6. 2020

         

Sehnsucht

Kapitel 2 

Zurück nach Afrika

... Ich war wieder hier! Mein Herz machte vor Glück einen Freudensprung, so aufgeregt war ich!

Während die Männer das Gepäck aus dem Auto hievten und da und dort noch einen Schwatz hielten, schaute ich gedankenversunken dem regen Treiben auf der Strasse zu. Sah, dass die Sonne langsam am Horizont verschwand und dem Abend sein goldrotes Licht verlieh.

Es wurde sofort kühler, vom Meer wehte eine angenehme, salzige Brise, die nach dem hitzigen Tag eine Wohltat darstellte. Ich holte meine Jeansjacke aus dem Rucksack.

Die Umgebung wurde wieder lebendiger, die Menschen kamen ausgeruht aus ihren Häusern. Ziegen, Hunde und Hühner tummelten sich auf den Strassen. Kinder spielten und johlten, die grösseren Kids boten geröstete Erdnüsse, in kleinen Plastikbeutelchen, feine Bananen, Orangen und Mandarinen zum Verkauf an.

Ich fühlte mich zu Hause und bald würde ich Malick wiedersehen. Mir wurde warm ums Herz und eine wohlige Freude breitete sich aus.

Ein angenehmer Duft wehte durch das offene Autofenster, und ich merkte, dass ich Hunger bekam.

Ich sah eine Frau, die Fataya zubereitet. Leckere Teigtaschen gefüllt mit Fische oder Fleisch, dazu scharfe Sauce. Mir lief das Wasser im Munde zusammen. Ich winkte ihr aus dem Auto heraus zu. Ich hätte gerne ein paar, rief ich ihr zu. Sie sah mich sofort. Doch bevor ich welche kaufte, fragte ich Abdou, was diese Fataya denn kosteten.

"Einhundert CFA für vier Stück", sagte er mir. 

"Hast du Kleingeld?" Er zog fragend die Augenbrauen in die Höhe.

Hm, jetzt ging das wieder los. Ich schaute in meinem Portemonnaie nach, und fand einen zerknüllten Tausender.

"Geht der?", fragte ich ihn."Ich würde gleich welche für fünfhundert CFA kaufen und dann noch eine Flasche Wasser dazu."

Abdou nahm den Tausender, stieg aus und marschierte zu der Frau mit den Fataya. Ich sah, wie sie gestikulierten. Er nickte mir zu. Das war also in Ordnung. Während sie die Teigtaschen frisch im Öl frittierte, kaufte Abdou in einer Boutique eine Flasche frisches, kühles Wasser. Hier war es kein Problem den Tausender zu wechseln, und so konnte er mit dem Rest gleich die Fataya bezahlen.

Die Frau wickelte die noch heissen Teigtaschen in Zeitungspapier und gab sie einem der übermütig herumrennenden Kinder um sie mir zu bringen. Ich bedankte mich bei dem Mädchen, das keck zu mir sagte: "Toubab Cadeaux."

Sie wollte ein Geschenk von mir, was sollte ich ihr geben?

Also packte ich ein Fataya aus und überreichte es ihr. Inzwischen war auch Abdou mit zwei Bechern Café Touba in der Hand wieder da. 

"Hast du nichts Süsses?"

"Nein, habe ich nicht."

"Auch kein Kleingeld?"

"Nein, auch kein Kleingeld, und Geld gebe ich ihr sowieso nicht", erwiderte ich.

"Jetzt hat sie ja ein Fataya, ist doch okay, oder?", wollte ich von ihm wissen. "Darauf war ich ja nicht vorbereitet."

Die Kleine schien mit ihrem Geschenk zufrieden zu sein, denn sie rannte schon wieder davon um zu spielen.

... Auch für uns ging es weiter ...

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