Leben in einer anderen Kultur

22. 6. 2020

                    

Am Freitag habe ich einen Post auf Facebook gemacht, der sehr viel Aufmerksamkeit erregte. Ich möchte ihn hier gerne teilen.

Mehr oder weniger aktiv verfolge ich die vielen Rassismus- und die damit zusammenhängenden Diskussionen in den Medien. Werde auch mehrheitlich darauf angesprochen was ich ich denn davon halte?

Ehrlich gesagt, es ist mir zu oberflächlich.

Ich hatte ja schon letzte Woche etwas dazu geschrieben. Ich werde ab sofort noch öfter darüber Schreiben, da es mir echt am Herzen liegt ...

Auch weil ich finde, dass in einer anderen Kultur zu leben nicht ganz das gleich ist, wie in einer anderen Kultur zu reisen. Darüber bald mehr ...

Ich beschäftige mich schon lange mit Afrika und ich kann nur aus meiner eigenen Geschichte heraus erzählen ...

Ich habe lange in Afrika gelebt.

War mit einem Einheimischen verheiratet, habe im Tourismus gearbeitet, lernte bei einer einheimischen Töpferin das afrikanische Töpfern, kam mit den Geistern in Kontakt und lernte auch wie es sich anfühlt aufgrund der Hautfarbe in eine Rolle gezwängt zu werden.

"Touba" sagt man in Senegal. Es ist das Wort für Weisse.

Wenn ich einkaufen wollte egal wo, ich zahlte mehr.

Als wir ein Haus bauen wollten wurde mir geraten nicht an den Kosten-Verhandlungen mit dabei zu sein, weil es sonst teurer wird.

Wenn wir mit dem Auto nicht weiterkamen weil eine Weisse im Auto sass und sich weigerte den geforderten Preis zu bezahlen, lies man uns warten. Da es dem Kontrollposten-Beamten scheissegal war ob ich hier lebte. Ich war weiss also zahlte ich mehr als die Schwarzen. Klar auch sie zahlten aber halt weniger als ich.

Vieles davon beschreibe ich in meinem Buch "Hinter den Kulissen tanzen die Geister"

Mit der Zeit hatte ich auch kein Bock mehr, wenn mir vorgeworfen wurde, wie wir Europäer schwarze Menschen versklavt hätten.

Ja das haben wir und  genau das ist doch das Problem. Wir fühlen uns schuldig.

Ich handelte oft aus einem schlechten Gewissen heraus.

Ich fühlte mich oft schuldig für das was alles passiert ist.

Dachte ich müsste helfen. Mir wurde auch manchmal vorgeworfen, wenn ich mich weigerte zu zahlen, ich würde gar nicht helfen.

Muss ich das?

Genau dieses Verhalten hält doch alle klein.

Sollten wir nicht unser Helfersyndrom und sonstigen eingespielten Rollen einmal sehr ehrlich hinterfragen?

Welches signalisiert "ohne uns schaft ihr es doch eh nicht".

Da kommen gerade so viele Umwälzende Situationen auf uns zu und wenn wir jetzt meinen wir könnten das mit Mohrenkopf-Diskussionen gut und schön reden. Haben wir uns geirrt.

Dieses Thema geht tiefer. Besser wir übernehmen Selbstverantwortung für unsere Handlungen und überlegen uns gut was wir damit auslösen.

Also ich musste nach meiner Rückreise in die Schweiz sehr über die Bücher. Da hat mir das Schreiben wirklich weiter geholfen.

Wir können überall wirken, wir haben es in der Hand wie wir gesehen werden möchte.

Es geht uns Alle an. Jetzt noch mehr als bisher!

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Hast du eine starke Vision? Meine ist es, den Menschen egal welcher Couleur, Rasse, Alter, Glaube, Kultur auf Augenhöhe zu begegnen. Dafür stehe ich und dafür gehe ich!

Wofür stehst du?

Am Mittwoch 1. Juli biete ich wieder die monatlich Visionsreise "Leuchtturm" an. Sei dabei! Die Welt braucht starke Menschen die wissen was und wohin sie wollen!

Herzlichst Monika