Mein Buch

Hinter den Kulissen tanzen die Geister

        

Über Geld, Glaube und Magie auf Afrikanisch

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Nächste Lesung: Bei dir Zuhause :-) Online, wir treffen uns im Zoomraum oder auf Facebook. 

Ich freue mich auf dich! 

Leseprobe

Am Gare Routière, dem Busbahnhof von Dakar, herrschte schon in diesen frühen Morgenstunden ein wildes Durcheinander. So kam es mir zumindest vor, als wir dort ankamen.
Gepäckstücke wurden ein- und aufgeladen, entweder im Kofferraum verstaut oder aufs Autodach gehievt. Es wimmelte von Menschen - Frauen mit ihren Babys auf dem Rücken und müde Kinder, die verschlafen am Rockzipfel ihrer Mütter hingen, jüngere Frauen, ältere Frauen, ältere Männer, jüngere Männer, eilige Geschäftsmänner, Händler und Händlerinnen mit ihren Waren. 
Doch etwas hatten sie gemeinsam: Sie waren schön angezogen, standen oder sassen anmutig auf Hockern und warteten geduldig auf einen Platz im Sept-Places oder Buschtaxi.
Ich staunte, dass so viele Menschen zu so früher Morgenstunde verreisen wollten. Wo müssen die wohl alle hin?
Offensichtlich hatte ich meine Frage laut ausgesprochen, denn Abdou antwortete: "Ich habe es dir doch gesagt. Der Morgen ist die angenehmste Zeit zum Reisen, bevor es im Laufe des Tages immer heisser wird. Warts nur ab.
Die Sept-Places und Buschtaxis sind begehrt und fahren in alle Richtungen von Senegal, wie Mbour, St. Louis, Tambakounda, Kaolack, sogar bis nach Gambia, Guinee Bissau und Guinee Conakry.
Was für mich wie ein heilloses Durcheinander aussah, schliesslich kam ich aus der "ordentlichen" Schweiz, war ein richtig gut durchorganisiertes System von Autos und Bussen, das ganz klar bestimmte, wo und in welchem Sektor ein- und ausgestiegen wurde.
Abdou kannte sich hier wirklich gut aus, auch unser Chauffeur wusste sofort, wohin er uns in dieser riesigen Bus- und Autostation fahren musste.
Jede Destination besass ihren eigenen Bereich, von dem aus es weiterging.

Abdou hatte im Handumdrehen zwei Tickets in einem Sept- Places nach Ziguinchor. Der Chauffeur des Autos war ein grosser, schlanker Senegalese mittleren Alters. Auch er schön gekleidet, mit einem dunkelblauen Boubou mit weissen Borden an den Säumen. Er sah wirklich sehr gut aus, überhaupt machte er einen guten Eindruck. Es beruhigte mich, einen seriösen Chauffeur zu haben, wenn ich mir so die Zustände der Autos ansah.
"Bonjour madame, ca va?"
"Bonjour, ja es geht gut", grüsste ich freundlich zurück.
Nach einigem Hin und Her mit meinen grossen Koffern beschlossen die Männer, sie aufs Dach zu hieven. Es befanden sich schon mehrere Gepäckstücke oben und ich sah interessiert zu, wie auch meine Siebensachen dort verstaut wurden.
Im Sept-Places gab es noch zwei freie Plätze und da die Autos erst losfuhren, wenn sie voll besetzt waren, blieb uns ein wenig Zeit für ein Frühstück. Ich freute mich, denn ich musste heute so früh los, dass ich nicht einmal mehr zum Kaffeetrinken gekommen war.
Abdou zeigte sich hilfreich und bot an, Kaffee zu organisieren. Ich gab ihm einige CFA mit und bevor er im Gewühl verwinden konnte, rief ich ihm nach ob er noch Sandwiches mitbringen könne.
Während Abdou sich ums Frühstück kümmerte, kam ich mit dem Chauffeur ein wenig ins Plaudern. In einem guten Französisch wollte er wissen, woher ich kam und was ich hier machte, und ob Abdou mein Ehemann sei. Ich verneinte beim Ehemann, verdrehte innerlich die Augen und musste grinsen. Schon die ganze Woche lang war ich x-mal nach meinem Mann gefragt worden und hatte auch gleich mehrere Heiratsanträge bekommen.
Ohne darauf zu reagieren, fuhr ich fort und sagte ihm, dass ich aus der Schweiz kam.
Warum ich denn in die Casamance reisen wolle, fragte er weiter, ich solle doch im Norden bleiben.
"Was soll ich denn im Norden?"
"Die Casamance ist gefährlich", flüsterte er mir zu.
"Ah ja?" Ich schaute ihn erstaunt und fragend an.
Stirnrunzelnd blickte er mich an. "Tu sais pas?"
"Nein was sollte ich denn wissen?" fragte ich neugierig.

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Feedbacks:

Nach und nach treffen Feedbacks zu dem Buch ein und einige möchte ich hier gerne veröffentlichen. 
Sie sind so unglaublich verschieden und vielfältig. Ich staune und freue mich wie das Buch gelesen wird, wer es liest, wer auf was schaut und was es alles auslöst oder triggert.

Ganz langsam fing die Geschichte an und beschleunigte, bis zum schnellen Ende auf ein horrendes Tempo.
Ich habe ein Stück Afrika erlebt, wie ich nie den Mut gehabt hätte, selbst so tief einzutauchen. Danke!
Es war ein spannendes Vergnügen deine Geschichte mit zu erleben.
Dass du so lange von romantischer Verzückung geblendet bliebst, dies zu realisieren und zu akzeptieren, du hast es dann doch noch auf die Reihe gebracht.
Ich bin kein passionierter Leser, doch diese Geschichte wollte ich kennen. Wenn es ein weiteres Buch gibt, ich will es lesen!
Christian A.

Danke nochmal für das Buch Monika. Ich versinke gerade darin und würde am liebsten nonstop lesen. Ferien wären jetzt toll.
Marina D.

Guten morgen liebe Monika, dein Buch hat mich total gefangen genommen.
Also, ich bin gestern Abend echt ganz tief eingetaucht und um halb elf hatte ich es ausgelesen, dein Buch in einem Satz durchgelesen. Und das ist mir eigentlich echt noch nie passiert.
Ich bin kein so grosser viel-Leser aber gestern hat einfach alles gepasst und du hast mich mit mit deinem Buch richtig gefangen genommen, in einem guten Sinn und es war total schön.
Ich liebe dein Buch und hätte auch ganz viele Fragen dazu.
Ich freue mich das ich dieses Buch in meiner Tankstelle verkaufen kann.
Alles liebe und einen schönen Tag.
Silvia S.

Ich habe das Buch innerhalb von einpaar Tagen!!! fertig gelesen.
Es ist dein erstes Buch und es ist dir wirklich gut gelungen. Es war sehr spannend zu lesen.
Schön, immer im Fluss, hat mich dein Schreiben stehts neugierig gemacht wie es so weitergeht.
Doch verleite es mir stellenweise das Erlebnis ein Tagebuch zu lesen. Die teilweise detaillierten Berichte über deine Tagesabläufe fand ich nicht so nötig.
Ich vermisste es, ausführlicher etwas tiefgründiger über den Bezug der Senegalesen zu den Geistern zu erfahren.
Ich konnte mir während dem Lesen richtig den Ort, wo du dich aufhieltest vorstellen. Die Stimmungen von Wut, Zweifel, Freude ... kamen echt toll rüber.
Ich konnte mich super im manche deiner Situationen hineinfühlen, musste einige male schmunzeln und stellenweise den Kopf schütteln. Ja, es sind so viele Unterschiede zwischen Afrikanern und uns ...
Diese Unterschiede brachtest du im Buch genau auf den Punkt.
Alles in allem ist es ein tolles Erstlingswerk. Schreib unbedingt weiter. Herzliche Grüsse E. I.

Liebe Monika, ich habe auf deiner Webseite gesurft und aus Gwunder dein Buch heruntergeladen.
Dein Schreiben gefällt mir gut und ich freue mich jeden Abend im Bett noch einpaar Seiten lesen zu dürfen. 
Du schreibst interessant beschreibend und wortgewandt spannend. Ich wünsche dir viel Erfolg mit deinem Buch. Jetzt weiss ich wo Senegal liegt und kenne sogar jemanden der dort gelebt hat.
Danke von Herzen Alice K.

Ich sollte schon lange im Bett sein, aber dein Buch lässt mich nicht los.
Alexandra R.

Liebe Monika, letzte Woche habe ich bei einer Freundin dein Buch zu lesen begonnen.
Ich war praktisch von der ersten Seite an in Erinnerungen die einige Jahre zurück gehen versunken.
Zwischendurch musste ich immer wieder lachen über das was du beschreibst.
Sehr interessant war für mich auch wie du die verschiedenen Charakter beschreibst. 
Vielen Dank für das teilen deiner Geschichte. Ich wünsche dir weiterhin viel Freude am schreiben, lernen und leben. 
Alles liebe M.H

Kompliment Monika, dein Buch zieht mich richtig rein. Ich habe das Gefühl ich stehe neben dir in der Geschichte...
R. B.

Liebe Monika, es war sehr vielseitig für mich ... hat viele Erinnerungen hervorgerufen.
Bei vielen Situationen musste ich schmunzeln und erkannte mich wieder. Erkannte die Orte, roch die Düfte, sah die Farben ... es war intensiv zum Teil.
Ich kenne dieses sich anpassen wollen, den Problemen, Situationen aus dem Weg gehen zu wollen um keinen Streit zu haben. Und dann plötzlich überkommt einem doch die Wut und bricht durch. Diese Seite macht mir immer besonders zu schaffen, denn ich bin ein sehr friedliebender Mensch und habe sonst nie solche Wutanfälle, nur im Senegal ...
Und irgendwie hatte ich den Eindruck, dass es bei dir auch so war.. Diese intensiven Gefühle, egal welcher Art.
Und immer wieder der Marabout ;-)
Vielen Dank für das Teilen von deinen Erlebnissen und dafür, dass deine Geschichte mir meine Geschichte wieder etwas näher gebracht hat.
S. T.

 

Was in Senegal nirgends fehlt, ist: Tschurai! Geheimnisvoll duftend und bringt Glück :-) 

        

Tschurai wird auf Kohle geräuchert, kann auch auf ein Sieb über eine Kerze gelegt werden und hinterlässt einen wundervollen Duft.

Und noch einfacher geht es wenn du einfach den Deckel vom Glas offen lässt, so bist du immer eingehüllt in den warmen, erdigen und ein wenig geheimnisvollen Duft von Tschurai. :-)

Ein begeistertes Tschurai Feedback: I love it. Ein Leben ohne - unvorstellbar. S

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